Harald Königs

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Holzblasinstrumente

Blasinstrumente

Bei allen Blasinstrumenten entsteht ein Ton durch die Bewegung von Luft. Sie sind Aerophone (Luftklinger). Eine Luftsäule in einem Rohr wird durch Blasen in Schwingung versetzt. Die Blasinstrumente werden in Blech- und Holzblasinstrumente unterteilt. Bei Blechblasinstrumenten entsteht der Ton durch die Lippen des Bläsers. Die Lippen werden an ein Kesselmundstück an einem Ende des Rohres angesetzt. Durch den Luftstrom beim Blasen vibrieren die Lippen und setzen die Luftsäule im Rohr in Bewegung. Diese Bewegung ist am anderen Ende des Rohres, am Schalltrichter, als Ton wahrnehmbar. Bei Blechblasinstrumenten (von Ausnahmen abgesehen) und bei Orgelpfeiffen ist das Rohr nur an beiden Enden offen.

Die Holzblasinstrumente

Holzblasinstrumente werden nicht nur aus Holz, sondern auch aus verschiedenen Metalllegierungen oder Kunststoffen hergestellt. Aufgrund ihrer Geschichte und der Klangerzeugung gehören sie immer zu den Holzblasinstrumenten. Sie haben in ihrem Rohr viele Öffnungen. Die Luftsäule, die beim Blasen schwingt, befindet sich zwischen dem Mundstück und der ersten Öffnung vom Mundstück aus. Wird die erste Öffnung geschlossen, wird das Rohr bis zur zweiten Öffnung verlängert und der erklingende Ton wird tiefer. Durch das Schließen oder Öffnen der Löcher wird die Rohrlänge und damit die Tonhöhe verändert. Es gibt es mehrere Methoden der Klangerzeugung.

Die Flöten

Bei den Flöten trifft ein flach geformter Luftstrom auf eine spitze Kante. Dort wird der Luftstrom in zwei Teile gebrochen. Ein Teil der Luft entweicht dabei nach außen, weshalb die Flöten leiser als andere Blasinstrumente sind. Ist das Mundstück an einem Ende des Rohres, wird die Flöte längs gehalten. Die Blockflöten besitzen ein Mundstück. Bläst ein Spieler in das Mundstück, so wird der Luftstrom durch die Kernspalte bzw. den Windkanal in die flache Form (Luftblatt) gebracht und auf die spitze Schneidekante geführt. Dort wird er in zwei unterschiedliche, sich abwechselnde Luftströme gebrochen. Dadurch gerät die Luftsäule im Instrument in Schwingung und ein Ton entsteht. Die Querflöten besitzen kein Mundstück sondern ein Kopfstück. In ihm befindet sich ein Blasloch mit der Anblaskante. Sie werden quer gespielt, weil sich das Blasloch nicht am Ende des Instrumentes befindet. Der Luftstrom wird durch die Lippen des Spielers in die flache Form gebracht und auf die Kante des Blasloches geführt, an der er gebrochen wird. Deshalb ist bei den Querflöten die Klangerzeugung schwieriger als z.B. bei den Blockflöten.

Doppelrohrblattinstrumente

Bei den Doppelrohrblattinstrumenten entsteht der Ton durch das Schwingen der zwei gegenüberliegenden Rohrblätter, die das Mundstück bilden. Zu diesen Instrumenten gehören die Oboe, das Englisch Horn, das Fagott und das Kontrafagott.

Rohrblattinstrumente

Klarinetten und Saxofone sind Holzblasinstrumente mit einfachem Rohrblatt. Sie besitzen ein Mundstück, an dem mit einer Blattschraube unten ein Rohrblatt angebracht wird. Die Schwingungen des Blattes bringen in dem Rohr die Luftsäule in Bewegung.